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Alt 17. July 2008, 12:53   #1
aepplerpower [Mod]
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Arrow [ed2k] - Arte Themenabend - Menschenhandel - Ein weltweites Verbrechen



Arte Themenabend - Menschenhandel - Ein weltweites Verbrechen
ARTE F

Die Geschichte der Sklaverei und der Verschiffung von Sklaven aus Schwarzafrika nach Amerika sind Gegenstand zahlreicher Studien. Aber auch heute gibt es weiterhin organisierte Formen der Sklavenhaltung und des Menschenhandels, deren Erforschung weit schwieriger ist. Der Themenabend berichtet von modernem Sklavenhandel und erläutert, warum das Thema bis heute politisch heikel ist.

Es ist kaum zu glauben, aber weil sie die ganze, ungekürzte und umfassende Geschichte der Sklaverei aufrollen und erzählen wollten, wurden französische Historiker vor kurzem an den Pranger gestellt. Doch die Fakten lassen sich nicht einfach von der Hand weisen und wegdiskutieren. Tatsächlich war der innerafrikanische Handel mit Menschen mindestens ebenso verbreitet wie der von den Europäern organisierte Sklavenhandel von Afrika in überseeische Kolonien. Jahrhunderte lang wurden Sklaven aus Schwarzafrika in den Orient verkauft. Die Sklaverei ist eine zähe Tradition, die sich beispielsweise in Mauretanien bis heute gehalten hat.
Der Themenabend will die grausame Tatsache des Sklavenhandels, den die Europäer nach Amerika organisierten, nicht relativieren. Aber er will auch andere, "tabuisierte" Formen des Menschenhandels und der Sklaverei benennen. Neben einer Dokumentation über die Jahrtausende alte Tradition der Sklaverei in Mauretanien ist ein Beitrag über den noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts betriebenen innerafrikanischen Menschenhandel zu sehen. Den Abschluss des Themenabends bildet eine Gesprächsrunde, moderiert von Daniel Leconte.




Die letzten Sklaven
Frankreich, 2008
ARTE F
Regie: Sophie Jeaneau, Anna Kwak


Das westafrikanische Land Mauretanien ist die letzte Hochburg der Sklaverei. Schon viermal wurden dort Menschenhandel und Versklavung offiziell abgeschafft, aber verändert hat sich im Grunde nichts. Doch nun gibt es einen Hoffnungsschimmer: Die junge Generation lehnt sich gegen Sklaverei und Menschenhandel auf, und das sowohl auf Seiten der Sklaven als auch auf der der so genannten "Herren".

Die Islamische Republik Mauretanien, im August 2007: Der neue Präsident der Republik, Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdallahi, verabschiedet ein Gesetz, das Sklaverei unter Strafe stellt. Bereits zum vierten Mal wird in Mauretanien offiziell die Haltung von Sklaven "abgeschafft". Daraus lässt sich im Umkehrschluss folgern, dass die Sklaverei in diesem Land der Sahelzone zwischen Maghreb und Schwarzafrika bis vor knapp einem Jahr noch toleriert wurde.
In Mauretanien gehört die Sklaverei zum System. Eine Jahrtausende alte Tradition will, dass jeder Mensch hier als "Herr" oder "Sklave" zur Welt kommt. Weder Gesetz noch Staat konnten diesen Brauch bisher unterbinden. Die Sklaven gehören zu Haus und Gut ihres Herrn. Sie erledigen die niedrigen Arbeiten, während ihre «Herren» Schöngeister, Geschäftsleute, Beamte und Intellektuelle sind. Auf diesem althergebrachten System baut die gesamte mauretanische Gesellschaft auf, sowohl in der "maurischen", Arabisch sprechenden als auch in der schwarzafrikanischen Gemeinschaft. Um einen Aufstand der Sklaven zu vermeiden, werden diese von ihren Sklavenhaltern mit religiösen Argumenten eingeschüchtert: Wer fliehe, komme in die Hölle.
Biram, Boubacar, Aminetou, Mohammed Lémine und Messaoud stammen aus beiden Lagern, Sklaven und «Herren». Sie haben jetzt den Mut aufgebracht, sich dem System zu verweigern. Ihr Ziel besteht darin, das Land von der Geißel der Sklaverei zu befreien. Auf ihnen ruht die Hoffnung, dass in Mauretanien die Sklaverei bald tatsächlich der Vergangenheit angehört.

Release-Infos:
File Format: AVI
File Size: 380.09 MB
Play Time: 45:51 mins
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Sklaven für den Orient
Frankreich, 2008
ARTE F
Regie: Antoine Vitkine


Über den grausamen Handel der Europäer mit afrikanischen Sklaven nach Amerika ist allgemein vieles bekannt und von Historikern wissenschaftlich dokumentiert. Doch bis heute ist es tabu, darüber zu sprechen, dass, Schätzungen zufolge, im Laufe der Jahrhunderte insgesamt allein 17 Millionen Afrikaner gefangen genommen und als Sklaven in die muslimische Welt verkauft wurden. Die Dokumentation versucht nachzuvollziehen, warum dieses Thema ebenso wie der Sklavenhandel zwischen afrikanischen Ländern bis in die heutige Zeit ein Tabu geblieben ist.

Jeder weiß Bescheid über den von den Europäern organisierten Sklavenhandel von Afrika nach Amerika und über die elf Millionen Afrikaner, die unter schlimmsten Bedingungen wie Vieh auf Sklavenschiffen verfrachtet wurden. Dieser Menschenhandel ist heute Gegenstand einer aktiven Vergangenheitsbewältigung. Weniger bekannt ist jedoch der Verkauf von Sklaven aus Schwarzafrika in den Orient und in die arabisch-muslimische Welt. Schätzungen zufolge wurden im Laufe von 14 Jahrhunderten insgesamt 17 Millionen Afrikaner als Sklaven in muslimische Länder verkauft.

Außerdem befasst sich die Dokumentation mit dem der Öffentlichkeit noch weniger bekannten innerafrikanischen Menschenhandel, den afrikanische Königreiche Jahrhunderte lang betrieben - lange bevor die Europäer die afrikanischen Küsten für sich entdeckten. Ferner veranschaulicht die Dokumentation durch bisher unveröffentlichte Fotos, dass der Sklavenhandel in der muslimischen Welt und Schwarzafrika bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts weiterblühte.

Wie wurden die Sklaven gefangen genommen? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Diese und andere Fragen beantworten die Experten Salah Trabelsi, Ibrahima Thioub, Henri Medard und Mohamed Ennaji. Die arabischen und afrikanischen Historiker erläutern, warum die Geschichte des Sklavenhandels in der afrikanischen und muslimischen wie in der westlichen Welt ein heikles Thema ist und bleibt. Dahinter stehen diverse Ängste: Angst davor, den Sklavenhandel nach Amerika zu banalisieren, Rachegedanken zu schüren und des Rassismus oder der Kolonisierung beschuldigt zu werden - alles Gründe, die einer Vergangenheitsbewältigung heute noch im Wege stehen.

Release-Infos:
File Format: AVI
File Size: 360.00 MB
Play Time: 43:18 mins
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Video Codec: DivX 6.83 2-pass
Video BitRate: 1026 kBit/s
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Gesprächsrunde
Frankreich, 2008
ARTE F
Moderation: Daniel Leconte


Release-Infos:
File Format: AVI
File Size: 235.04 MB
Play Time: 28:53 mins
Video Header Info
Video Codec: DivX 6.83 2-pass
Video BitRate: 1001 kBit/s
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Width x Height: 640 x 480
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Audio Codec: MPEG-1, Layer 3
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Schutti (26. July 2008)
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